Erhalter eines heimatlichen Kulturdenkmals
In bester Schildbürgermanier schien das letzte Stündlein der Burg eingeläutet. Zur Ironie des Schicksals zählte jedoch, daß ausgerechnet in dieser brenzligen Situation die Zukunft eines steinernen Zeugen der Vergangenheit gesichert wurde. Dank einer Handvoll Idealisten, die sich um den jungen Bauunternehmer und damaligen Vorsitzenden des Osterfelder Bürgerrings, Dirk Grünewald, sowie und den Architekten Hans Berger scharten.
„Ich konnte einfach nicht tatenlos zusehen“, erinnert sich Grünewald heute: Kurzfristig trommelte er eine Bürgerinitiative zur Rettung der Burg zusammen. Schon beim zweiten Treffen - ganz authentisch bei Kerzenschein hinter den vernagelten Fenstern des zugigen Herrenhauses - wurde 1982 die Gründung eines e.V. zur Rettung der Burg beschlossen. Laut Satzung verfolgt der Verein den Zweck:
"Erhaltung der Burg Vondern als kulturhistorisches Denkmal zur Nutzung durch die Allgemeinheit".
Diese Nutzung soll „insbesondere durch die Veranstaltung von Ausstellungen, Vorträgen und Sonderveranstaltungen erfolgen“. Angesichts des damals sehr trostlosen Zustandes der Burg ein mehr als ehrgeiziges Unterfangen.
Was sich heute zeigt, kann sich sehen lassen. Dennoch ist es fast wie beim Kölner Dom; eine Ende der zu bewältigenden Aufgaben ist nicht in Sicht. Es wird auch für die künftige Generation noch viel zu tun sein und es bleibt die Hoffnung, dass sich auch dann noch viele "uneingenützige Menschen" finden werden, für die Kinder, Enkel und Urenkel ein Denkmal zu erhalten, welches so viele Geschichen über unser Land NRW, Stadt Oberhausen und seinem Ortsteil Osterfeld gibt.